Zitieren in der Deutschen Zitierweise

Deutsche Zitierweise
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Du hast deine Literaturrecherche erfolgreich beendet und nun damit begonnen, die ersten Sätze deiner Bachelorarbeit zu Papier zu bringen. Doch schon nach wenigen Zeilen bringen dich die umfangreichen Regeln und Ausnahmen der deutschen Zitierweise an deine Grenzen. Darf ich Zitate denn kürzen? Diese und ähnliche Fragen treiben kurzum früher oder später die meisten Studierenden an den Rand der Verzweiflung.

Wer einen wissenschaftlichen Text verfassen möchte, kommt um die Auseinandersetzung mit der korrekten Zitierweise nicht umhin. Denn wenn du das geistige Eigentum anderer nutzt, ohne es entsprechend zu kennzeichnen, riskierst du im schlimmsten Fall deinen Abschluss. Damit du in der Flut von Vorgaben und unterschiedlichen Regeln den Überblick behältst, findest du im Folgenden ausführliche Informationen und Tipps über die Deutsche Zitierweise. Dann musst du auch keine Angst vor einer Plagiatsprüfung haben.

Deutsche Zitierweise – Zitieren mit Fußnoten

Die Deutsche Zitierweise ist durch Quellenangaben in den Fußnoten gekennzeichnet. Hochgestellte, fortlaufende Ziffern am Ende der Seite verweisen auf die Fußnote mit der Quellenangabe. Für Monografien gilt in der Fußnote dabei Folgendes Schema:

Nachname Autor, Vorname Autor: Titel. Untertitel, Ort: Verlag Jahr, Seitenzahl.

Beispiel:

Direktes Zitat einer Monografie
Abbildung 1: Direktes Zitat einer Monografie

Bitte beachte, dass laut der Universität Leipzig  bei der Deutschen Zitierweise leichte Variationen existieren. Die Jahreszahl kann auch an anderer Stelle stehen, nach dem Vornamen steht mitunter ein Punkt statt des Doppelpunktes und den Verlag kannst du gegebenenfalls weglassen.

Direkte Zitate in der Deutschen Zitierweise

Übernimmst du Wörter oder Sätze eins zu eins aus einer Quelle, musst du die zitierten Begriffe in Anführungszeichen setzen.
Zitierst du eine Quelle in deinem Text das erste Mal, ist der sogenannte Vollbeleg erforderlich. Für jedes weitere Mal, bei dem du dich auf diese Quelle beziehst, genügt ein Kurzbeleg. Hat eine Quelle mehr als zwei und weniger als sechs Autoren, so musst du bei der ersten Erwähnung alle Namen in der Fußnote nennen, danach genügt es, mit et.al. abzukürzen:

Übersicht direkte Zitate
Abbildung 2: Übersicht direkte Zitate

Längere Zitate

Ist das Zitat länger als zwei Zeilen rückst du das Zitat links und rechts an den Seiten um einen Zentimeter ein, verkleinerst die Schriftgröße und verringerst den Zeilenabstand. Die Anführungszeichen entfallen. Der Text erscheint nun als eigener Block:

Deutsche Zitierweise: Direktes Zitat
Abbildung 3: Direktes Zitat (länger als zwei Zeilen)

Änderungen in Zitaten

Es existieren noch einige Besonderheiten, auf die im Folgenden kurz eingegangen wird. So besteht die Möglichkeit, Sätze oder Satzteile wegzulassen. Bei wissenschaftlichen Texten werden hierfür drei Auslassungspunkte in eckige Klammern gesetzt. Lautet der vollständige Satz zum Beispiel: „Goethe gilt neben Herder und Schiller als ein Vertreter der Weimarer Klassik“ könntest du das Zitat wie folgt abkürzen: „Goethe gilt […] als ein Vertreter der Weimarer Klassik.“

Auch Fehler im Originaltext oder eine veraltete Schreibweise darfst du nicht verändern. Mit dem Hinweis [sic!] hast du jedoch die Möglichkeit, auf sie hinzuweisen.

Beispiel:
„Die Mannschaft wußte [sic!]: Sie konnte das Spiel nicht mehr gewinnen.“

Deutsche Zitierweise: Indirekte Zitate

Zitierst du nicht wörtlich, sondern gibst Erkenntnisse anderer in eigenen Worten wieder, so musst du dies als Zitat kennzeichnen. Mit dem Hinweis Vgl. (Vergleiche) in der Fußnote deutest du darauf hin, dass es sich um ein indirektes Zitat handelt.

Beispiel:

Indirektes Zitat
Abbildung 4: Indirektes Zitat

Egal, ob direkt oder indirekt: Zitate müssen in der Bachelorarbeit grundsätzlich als solche zu erkennen sein. Es gilt: Wenn du die Grundidee des korrekten Zitierens verinnerlicht hast, wirst du auch imstande sein, das umfangreiche Regelwerk mühelos anzuwenden. Solltest du Hilfe brauchen, lohnt es sich immer, wenn du dich an deinen Betreuer wendest und ein Lektorat deiner Bachelorarbeit in Anspruch nimmst.

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