Einleitung einer Bachelorarbeit

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Der Anfang einer Bachelorarbeit sollte den Leser neugierig machen und zum Weiterlesen animieren. Deshalb ist es besonders wichtig, mit einer gelungenen Einleitung einer Bachelorarbeit zu starten. Der Leser sollte also damit an das gewählte Thema herangeführt werden. Mit anderen Worten, der Leser wird auf das vorbereitet, was ihn im Hauptteil der Arbeit erwartet.

Somit ist die Einleitung neben Hauptteil und Schluss ein wichtiger Bestandteil der Bachelorarbeit. Denn sie vermittelt einen ersten Eindruck und dieser ist entscheidend. Entsprechend ist die Einleitung einem Aushängeschild der Arbeit ähnlich (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 200). Wie eine gelungene Einleitung am besten aussieht, zeigt dieser Artikel.

Einleitung einer Bachelorarbeit – so gelingt der Start

Die Einleitung einer Bachelorarbeit stellt den Anfang des eigentlichen Textteils dar, denn das Deckblatt gehört wie auch das Inhaltsverzeichnis oder das Vorwort nicht zum Text. Hiermit beginnt also die wissenschaftliche Arbeit. Demnach ist die Einleitung wie eine Kurzübersicht über die Bachelorthesis, sie dient dem Leser dazu, sich im Text zu orientieren.

Grundsätzlich sollte die Einleitung etwa zehn Prozent der gesamten Bachelorarbeit einnehmen. Je nach Umfang des Textes steht also mehr oder weniger Raum zur Verfügung. Diesen gilt es nun sinnvoll zu füllen und zwar so, dass er zum Weiterlesen anregt.

Einleitung und Fazit bilden gemeinsam eine Einheit. Der Leser wird am Anfang an das Thema der Arbeitherangeführt und mit dem Schluss wieder abgeholt. Der Hauptteil dazwischen lässt ihn um einige Informationen reicher werden. Deshalb muss man darauf achten, dass Einleitung und Schluss zusammenpassen.

Die Einleitung einer Bachelorarbeit als Kurzübersicht

Manche Bachelorarbeiten beginnen mit einem Zitat, das „einen ersten Einstieg ins Thema [gibt], z. B. mittels eines Aufhängers“ (Oertner/St. John/Thelen 2014: 31). So könnte etwa die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit über Krisenmanagement in Unternehmen so beginnen: „In Partnerschaften muss man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man mehr voneinander“ (Johann Wolfgang von Goethe).

Ebenso ist es möglich, den Einstieg mit einer provozierenden Behauptung zu gestalten. Eine pharmazeutische Arbeit über die Wirksamkeit von Pflanzenheilmitteln hätte somit mit dem Satz „In der heutigen Medizin spielen phytotherapeutische Verfahren eine untergeordnete Rolle. Das behaupten jedenfalls viele Schulmediziner.“

Auch eine Beschreibung, die das Problem darstellt, wäre eine Möglichkeit, in die Einleitung einzusteigen: „Das Wissen über die Krankheit XY kann für betroffene Patienten von größter Bedeutung sein. Doch bisher ist der aktuelle Forschungsstand noch nicht weit fortgeschritten. Diese Arbeit befasst sich …“.

Doch genauso gut funktioniert auch eine Forschungsfrage: „Wie wirkt sich der Gebrauch der Neuen Medien auf das Lernverhalten von Gymnasiasten der Unterstufe aus?“. Weitere Möglichkeiten, mit der Einleitung einer Bachelorarbeit auf das Thema hinzuführen, beschreiben die Hinweise zur Hausarbeit der Universität Bamberg.

Es gibt viele Mittel und Wege

Unter dem Strich ist allen Einleitungsanfängen gemeinsam, dass sie Neugierde erzeugen sollen. Nun gilt es die wichtigste Theorie zu der im Hauptteil abgehandelten Fragestellung zu beschreiben und darzustellen, welche Methodik zur Beantwortung Anwendung findet. Wie in der gesamten Abschlussarbeit gilt auch hier: man muss alle Behauptungen belegen.

Anschließend hat man die Möglichkeit, die eigene Motivation, die zur Auswahl des Themas geführt hat, darlegt. Dabei sollte man aber keine subjektiven Gründe nennen! Anschließend kann man die Fragestellung formulieren. Im Folgenden kann man widersprechende Aspekte darlegen, die man anschließend entkräftet um die eigene These zu bestätigen.

Schließlich sollte man die angewendete Methode, etwa Interview, Experiment oder Quelleninterpretation vorstellen. Den Schluss der Einleitung bildet eine kurze Vorschau auf die Inhalte der einzelnen Kapitel (Siehe dazu auch die Hinweise zur Abschlussarbeit der Technischen Hochschule Mittelhessen, die einzelnen Gliederungspunkte der Einleitung übersichtlich auflistet).

Außerdem darf man in der Einleitung nicht zu viel Wissen voraussetzen. Wichtig ist, dass man den Text auch als Fachfremder verstehen kann. So ist es nicht ratsam, mit der Tür ins Haus zu fallen. Eine schöne Einleitung führt den Leser bz. den Betreuer behutsam an das Thema heran.

Das bedeutet, dass man zunächst allgemein in das Thema einführt um dann daraus die spezielle Fragestellung zu formulieren. Weil jede Einleitung einer Bachelorarbeit und ebenso einer Masterarbeit von ihrem individuellen Thema abhängt und auf den erarbeiteten Erkenntnissen beruht, gibt es auch keine Vorlage. Generell sollte man aber darauf achten, dass die Leserichtung vom Allgemeinen zum Speziellen führt.

Wann schreibe ich die Einleitung einer Bachelorarbeit?

Da die Einleitung einen Überblick darüber gibt, was den Leser genau erwartet und wie man in der Bachelorthesis vorgehen will, sollte man gewährleisten, dass der Hauptteil auch hält, was die Einleitung verspricht. Daher ist es ratsam, die Einleitung erst zum Schluss zu schreiben. So kann man Schritt für Schritt abarbeiten, was im Hauptteil beschrieben wird.

Möchte man allerdings bei der Bachelorarbeit in der Reihenfolge Einleitung – Hauptteil – Schluss arbeiten, so bietet es sich an, nur eine grobe Fassung der Einleitung einer Bachelorarbeit anzufertigen. Diese sollte man unbedingt vor Fertigstellung der gesamten Bachelorarbeit Korrekturlesen, denn erst jetzt ist ersichtlich, ob der Hauptteil auch alles enthält, was man in der Einleitung angekündigt hat (vgl. Bänsch/Alewell 2013: 79).

Auch die Literatur empfiehlt, die Einleitung erst am Ende zu schreiben. So merkt Theisen an: „Diese Empfehlung berücksichtigt, dass (auch) dem Verfasser erst am Ende bekannt ist, was wirklich geleistet werden konnte; nur eine solche Einleitung kann eine Einladung an den Leser zur weiteren Lektüre sein“ (Theisen 2013: 152).

Die Einleitung soll also den Leser an das Thema der Bachelorarbeit heranführen. Mit ihr beginnt der eigentliche Text. Dabei sollte sie folgende Kernaspekte umfassen: Relevanz, Forschungsfrage und Vorgehensweise (vgl. Karmasin/Ribing 2014: 29). Wann die Einleitung geschrieben wird, darüber ist die Literatur uneinig. Wenn man  sie vor dem Hauptteil verfasst, so muss man sie auf jeden Fall nach Fertigstellung der gesamten Arbeit noch einmal  überarbeiten. So wird eine gute Einleitung zum ersten Schritt zur guten Note – und das bei  allen wissenschaftlichen Texten, ob Hausarbeit oder Dissertation.

Literatur

Bänsch, Axel/Alewell, Dorothea (2013): Wissenschaftliches Arbeiten, 11. Aufl., München.

Karmasin, Matthias/Ribing, Rainer (2014): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 8. Aufl., Stuttgart.

Oertner, Monika/St. John, Ilona/Thelen, Gabriele (2014): Wissenschaftlich Schreiben, 1. Aufl, Paderborn.

Stickel-Wolf, Christine/Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie!, 7. Aufl., Wiesbaden.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit, 16. Auflage, München.

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