Berufliche Möglichkeiten und Perspektiven nach dem Abschluss

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Bald ist der große Tag da: die Übergabe des Bachelorzeugnisses steht an! Nach all dem Prüfungsstress, dem vielen, aufwendigen Lernen und den unvergesslichen Semesterpartys, hat irgendwann alles sein Ende. Für viele ist dies ein bedeutsamer Tag. Endlich ist man frei und kann alle beruflichen Möglichkeiten und Perspektiven nach dem Abschluss des Bachelorstudienganges nutzen. Doch was macht man mit der neu gewonnenen Freiheit als frisch gebackener Bachelorabsolvent? Einem jungen Akademiker stehen viele Türen offen und hier werden einige berufliche Möglichkeiten nach dem Bachelor erläutert.

Selbstständigkeit

Wenn man nach dem Bachelor voller Tatendrang ist, nach Perspektiven nach dem Abschluss sucht und gute Ideen hat, kann man direkt als Entrepreneur durchstarten. Große Unternehmen wie Uber oder Airbnb haben auch mit einer einfachen Idee klein angefangen. Sie sind heute trotzdem  extrem erfolgreich und erzielen hohe Gewinne.

Bei einer guten Idee, sollte man sich nicht scheuen, einen Businessplan aufzustellen und diesen der Familie oder Professoren bzw. dem Betreuer zu zeigen. Oft helfen verschiedene Sichtweisen weiter und man bekommt neue Inspiration. Es gehört zwar eine ordentliche Portion Mut dazu, aber in Deutschland gibt es viele Förderungsprogramme, die innovative Ideen finanziell anschieben. Hier gilt die Faustregel: Der frühe Vogel fängt den Wurm, sei es für die Förderung oder den Business Plan. Man sollte bei einer guten Idee nicht erst bis zum letzten Semester warten!

Direkter Berufseinstieg

Wenn man keine Lust mehr auf die vollen Vorlesungssäle hat und der Wissensdurst gestillt ist, sollte man einen direkten Berufseinstieg nach dem Abschluss des Bachelors mit Bachelorarbeit und Verteidigung  in Erwägung ziehen. Dies lässt sich heutzutage zwar oft nur schwierig gestalten, weil viele Studiengänge zu allgemein sind und es nicht leicht ist, direkt einen beruflichen Schwerpunkt zu finden (vgl. Bechtold/Helferich, 64). Trotzdem ist es ja nicht ausgeschlossen, dass man einen Job findet, für den man auch als Bachelor qualifiziert ist (siehe hierzu auch einen Artikel aus der Zeit-Online).

Ein direkter Berufseinstieg bedeutet zudem nicht, dass man nicht mehr die Möglichkeit hat, sich schulisch weiterzubilden. Es gibt auch hier viele Perspektiven nach dem Abschluss. Auch nach mehreren Jahren Berufserfahrung kann man zum Beispiel doch noch einen Master machen oder wieder die Schulbank drücken. Oftmals kann der direkte Berufseinstieg auch helfen, Praxiserfahrung in einem anderen Gebiet zu sammeln.

Master/Zweitstudium Bachelor

Je nach Masterstudiengang kann die Bewerbung für einen Masterstudienplatz deutlich aufwendiger sein, als die Bewerbung für den Bachelor nach der Allgemeinen Hochschulreife. Viele Universitäten verlangen Nachweise für Fremdsprachenkenntnisse (zum Beispiel den TOEFL oder IELTS). Manchmal ist wie bei einer Bewerbung für einen Job auch ein Motivationsschreiben nötig.

Des Weiteren ist manchmal das Empfehlungsschreiben eines Dozenten oder Professors nötig. Deshalb sollte man sich im Vorfeld schon einmal überlegen, welcher Dozent oder Professor ein solches Empfehlungsschreiben anfertigen könnte.  Kennt er einen schon gut? Welches Fach vertritt er? Man sollte gezielt hier nach einem Empfehlungsschreiben fragen.

Außerdem gibt es Masterstudiengänge mit einer Eignungsprüfung, um das nötigte Fachwissen zu prüfen. Für solche Prüfungen sollte man genügend Zeit zum Lernen mit entsprechenden Lernmethoden einplanen. Besonders für Business-Masterstudiengänge wird der sogenannte GMAT als Bewerbungsvoraussetzung verlangt. Für die Vorbereitung des GMATs sind 40 Stunden pro Woche für 2-5 Wochen empfehlenswert.

In manchen Fällen hat man aber vielleicht auch das Gefühl, dass man den Wissensdurst in einer komplett anderen Fachrichtung noch nicht gestillt hat. Hier ist dann ein zweiter Bachelor eine interessante Option. Hier muss man allerdings genau hinschauen, welcher Studiengang lohnend wäre (Horndasch, 113). Man sollte zudem gut recherchieren, ob man diesen Schritt überhaupt gehen möchte. In der Berufswelt wird man nach dem Masterabschluss oft besser bezahlt, als nach einem zweiten Bachelorabschluss (zu dieser Thematik bietet der Career-Service der Martin-Luther-Universität Halle gute Tipps an).

Praktikum

Praxiserfahrung ist das A und O in jedem Beruf, denn das reine Theoriewissen reicht oft nicht für einen steilen Karriereaufstieg und eröffnet einem manchmal nicht genug Perspektiven nach dem Abschluss. Ein Praktikum kann man vor, während oder nach dem Studium absolvieren. In einigen Fällen kann man während des Studiums die Zeit zwischen Sommersemester und Wintersemester mit einem Praktikum überbrücken, zudem gibt es in vielen Studiengängen Pflichtpraktika. Aber auch vor dem Studium, sind Praktika hilfreich. So kann man in den Job, den man nach dem Studium machen möchte, schon einmal hineinschnuppern und weiß so auch während einer Durchstrecke im Studium, was das Ziel des Studiums ist. Aber es ist auch sinnvoll ein Praktikum nach dem Studium zu absolvieren, wenn man als frischgebackener Absolvent in ein anderes Arbeitsfeld reinschnuppern möchte, für das das Studium nicht ausgelegt war.

Manchmal kann man außerdem schon beim Bewerbungsgespräch abklären, dass das Praktikum eine Art Probezeit ist. Danach wird man sicher vom Unternehmen übernommen. In so einem Fall wird das Praktikum reich belohnt und man sollte sich vom niedrigen Praktikantengehalt nicht abschrecken lassen. Bekanntschaften und Networking, die ein Praktikum so wertvoll machen, sind zudem in jedem Berufsfeld wichtig und können einem Türen öffnen.

Traineeship

Nach drei Jahren haben viele die Nase voll von Theorie und möchten endlich ein angemessenes Gehalt bekommen. Sie sollte ein Traineeship in Erwägung ziehen. Anders als beim Praktikum, kann man ein Traineeship nicht absolvieren, wenn man das Studium noch nicht erfolgreich abgeschlossen hat.

Viele verwechseln die Begriffe Trainee und Praktikum, immerhin liegt bei beidem der Fokus auf der Praxis. Doch anders als beim Praktikum, ist die Bezahlung für das Traineeship meistens relativ hoch und man muss bei der Suche nach Perspektiven nach dem Abschluss nicht vom berühmt berüchtigten Praktikumsgehalt leben. Die Chancen, nach einem Traineeship vom Unternehmen übernommen zu werden, sind deutlich höher als beim Praktikum, zumal Trainee-Programme sehr auf das Unternehmen zugeschnitten sind und man viele verschiedene Bereiche kennenlernen kann. Als Trainee steht man nach dem Bachelorabschluss schon mit einem Fuß beim Unternehmen in der Tür und hat einen sanften Berufseinstieg. Vielleicht hat man die Bachelorarbeit ja schon in einem Unternehmen geschrieben und hat Kontakte?

Ausland

Das Ausland bietet einem viele Karrieremöglichkeiten. So kann man im Ausland Praktika, Traineeships oder den Master absolvieren. Im Ausland Berufserfahrung zu sammeln, klingt nicht nur sehr aufregend, sondern wird heutzutage auch von Unternehmen hochgeschätzt. Die Mehrheit der Bachelorabsolventen hat keine mehrmonatige Praxiserfahrung im Ausland, sodass man vielen Bewerbern gegenüber einen Wettbewerbsvorteil hat.

Des Weiteren entwickelt man im Ausland viele Soft Skills, die die Persönlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstständigkeit positiv beeinflussen. Auslandserfahrung hilft im Umgang mit verschiedenen Menschen, denn es gilt: andere Länder – andere Sitten. Besonders im EU-Raum verläuft der direkte Berufseinstieg problemlos und ohne Visa Probleme.

Die Freiheit nach dem Bachelorabschluss kann man auf verschiedenen Wegen für das Finden von Perspektiven nach dem Abschluss nutzen. Sei es im In- oder Ausland:  Es gibt nicht nur einen festgelegten Karriereweg. Jeder sollte ganz individuell seinen eigenen Weg finden und gehen. An alle Young Professionals da draußen: Habt keine Angst Fehler zu machen. Der perfekte Lebenslauf existiert nicht und jedes Unternehmen sucht für sich einzigartige Mitarbeiter.

Egal wie du dich entscheidest, mit einem Bachelor in der Tasche sollte man selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft blicken. Beim direkten Berufseinstieg oder bei der Praktikumssuche hilft StudentJob – der Spezialist für junge Talente in der Personaldienstleistungsbranche. Wir bieten eine Vielzahl an nationalen und internationalen Möglichkeiten, um während oder nach dem Studium wertvolle Berufserfahrung zu sammeln.

Literatur

Bechtold, Gregor/Helferich, Pia Sue (2008): Generation Bologna: neue Herausforderungen am Übergang Schule – Hochschule, Bielefeld.

Horndasch, Sebastian (2008): Bachelor nach Plan. Dein Weg ins Studium: Studienwahl, Bewerbung, Einstieg, Finanzierung, Wohnungssuche, Ausland, Berlin/Heidelberg/New York.

Ein Gastbeitrag von Ying Shen von StudentJob

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