Tipps für die Interpunktion beim Schreiben der Bachelorarbeit

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Einer macht es mit Gefühl. Die Andere setzt viel lieber auf Intuition. Viele haben damit Schwierigkeiten und nehmen es gar nicht so genau. Wie es sich mit der Zeichensetzung wirklich verhält, zeigen wir in diesem Artikel. Zudem verweisen wir darauf, wo interessierte Suchende Rat in kniffeligen Fällen finden.

Wozu braucht man heute noch Interpunktion?

Interpunktion kommt vom Lateinischen interpunctio und meint: Abteilung durch Punkte. So teilen Satzzeichen einen Text in sinnvolle Abschnitte ein und machen ihn gut lesbar. In den alten Schriftstücken der Griechen und Römer findet sich schon Zeichensetzung. Schon damals halfen die Zeichen als Gliederung im Meer an Buchstaben. Auf diese Art und Weise erhielt der Leser einen besseren Überblick. Satzzeichen dienten also in dieser frühen Phase der Menschheitsgeschichte dem, der las. Und auch in unserer Zeit braucht der Sprecher Punkte und Trennstriche für Rhythmus und Intonation (siehe dazu auch die Hinweise der Universität Bielefeld).

Heute kennt man dieses Problem aus den Briefen von Anwälten und Behörden oder vom wissenschaftlichen Arbeiten. Nicht selten führt ein Wort den Angeschriebenen über mehrere Zeilen zum Verständnis. Das Auge eines Laien ist verwirrt und das Gehirn hat Schwierigkeiten den Sinn zusammen zu halten. Einen Kontrast zu dieser Komplexität bildet die Alltagskommunikation. Kurze Textnachrichten sind nicht mehr weg zu denken. Seit 1990 „simsen“ Menschen hin und her. Dabei setzt kaum jemand mehr Punkt, Komma oder Strich. Höchstens mal drei Pünktchen. Deshalb findet man in diesem Feld viele Stolpersteine, es sei denn man beherrscht alle Regeln der Interpunktion perfekt und im Schlaf.

Die korrekte Interpunktion in der Bachelorarbeit

Wann verwendet man sinnvoll einen Gedankenstrich? Ist ein Semikolon nur eine Art Komma? Hier folgen ausgewählte Interpunktionsbeispiele und -regeln. Zusammengestellt aus dem „Regelwerk für die deutsche Rechtschreibung“ des Instituts für deutsche Sprache.

Komma

Sind die gleichrangigen Teilsätze, Wortgruppen oder Wörter

durch und, oder, beziehungsweise/bzw., sowie (= und), wie (= und), entweder … oder, nicht … noch, sowohl … als (auch), sowohl … wie (auch) oder durch weder …

noch verbunden, so setzt man kein Komma. Gleichrangige (nebengeordnete) Teilsätze, Wortgruppen oder Wörter grenzt man hingegen mit einem Komma voneinander ab.

Beispiel:
Ich schreibe meine Bachelorarbeit, weil ich meinen Abschluss machen will.

Aber:

Ich schreibe meine Bachelorarbeit sowohl aus Vergnügen als auch, weil ich meinen Abschluss machen will.

Semikolon

Mit dem Semikolon kann man gleichrangige (nebengeordnete) Teilsätze oder Wortgruppen voneinander abgrenzen. So drückt man mit einem Semikolon beispielsweise einen höheren Grad der Abgrenzung aus als mit einem Komma und einen geringeren Grad der Abgrenzung als mit einem Punkt.

Beispiel:
Meine Bachelorarbeit schreibe ich zum Vergnügen; einen Abschluss fertig zu machen ist aber auch eine gute Motivation.

Gedankenstrich

Viele Studenten wissen nicht genau, was sie mit einem Gedankenstrich eigentlich anfangen sollen. Mit dem Gedankenstrich kündigt man an, dass etwas Weiterführendes folgt oder dass man das Folgende als etwas Unerwartetes verstanden wissen will. Man kann den Gedankenstrich also gut als Stilmittel einsetzen. Das klingt schwammig und das ist es auch. Typographisch sollte man beim Schreiben der Abschlussarbeit außerdem darauf achten, dass man den Gedankenstrich (auch Halbgeviertstrich) — nicht mit einem Bindestrich (Viertelgeviertstrich) – verwechselt.

Schrägstrich

Mit dem Schrägstrich kennzeichnet man, dass Wörter (Namen, Abkürzungen), Zahlen oder dergleichen zusammengehören z.B. Berlin/Brandenburg, bei physikalischen Einheiten wie km/h oder bei Jahreszahlen 2014/2015. Ein beliebter Fehler hierbei ist es, zwischen dem Schrägstrich und dem Wort eine Leerstelle zu lassen.

Interessiert man sich für Interpunktion, so ist man entweder vom Fach oder schreibt eine Abschlussarbeit wie etwa die Bachelorarbeit. Gute Texte, die gelesen werden und im Kopf bleiben, brauchen Struktur. Die Kunst der Interpunktion zu beherrschen, hilft dabei. Texte leben von Abwechslung. Satzzeichen setzen können hilft dabei kreative Möglichkeiten zu finden, die ein Schriftstück spannend machen. Möchte man das üben, kann man das z.B. beim Schreibportal der Universität Leipzig tun. Ein Lektorat der Bachelorarbeit hilft dabei, die eigenen Fehler zu erkennen und zu vermeiden.

Literatur

Schneider, Wolf (2011): Deutsch für junge Profis: Wie man gut und lebendig schreibt, Berlin.

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