Einen Anfang beim Schreiben der Bachelorarbeit finden

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Vor einem weißen Blatt zu sitzen hat schon so manchen gleich zu Beginn der Bachelorarbeit verzweifeln lassen. Aller Anfang ist schwer – und besonders beim Verfassen der Bachelorarbeit ist es schwierig, ins Schreiben hineinzukommen und einfach anzufangen. Hier werden einige Tipps und Tricks vorgestellt, die die Angst vorm Schreiben nehmen sollen und die ersten Zeilen einfacher machen.

Genug Zeit zum Schreiben einplanen nimmt den Druck

Besonders wenn Studierenden das wissenschaftliche Schreiben schwerfällt, ist das A und O, genug Zeit für die Bachelorarbeit einzuplanen. Ein straffer Zeitplan und Druck begünstigen Schreibblockaden nur noch. Das heißt, dass man schon ein paar Wochen vor der Anmeldung der Bachelorarbeit am Lehrstuhl mit der Literaturrecherche den Anfang machen muss und ein Erstgespräch mit dem Betreuer vereinbaren sollte. All das muss man dann nicht mehr im eigentlichen Bearbeitungszeitraum erledigen und es frisst keine wertvolle Zeit, die man eigentlich bereits mit Schreiben der Arbeit verbringen könnte.

Ein Zeitplan, in dem genau vermerkt ist, wie viel Zeit für die Recherche, für das Schreiben und für das Lektorat der Bachelorarbeit benötigt werden, macht es Studierenden außerdem leichter, auch tatsächlich sicherzustellen, dass genug Zeit für das Schreiben vorhanden ist (Wolfsberger:2016, 63). Hier sollten klare Deadlines für Recherche, Strukturierung, Schreiben und Verbesserungen festgelegt werden, wobei der Schreibteil der größte sein sollte.

Lesen ist die beste Vorbereitung

Lesen, lesen, lesen – das ist tatsächlich die beste Übung, um mit dem Schreiben anzufangen. Schon vor der Anmeldung der Bachelorarbeit sollten Studierende sich mit dem wissenschaftlichen Schreiben bekannt machen: Wie ist die Wortwahl? Wie wird eine wissenschaftliche Arbeit strukturiert? Auf welche Art und Weise wird auf ein Forschungsergebnisse hingeführt? Wie werden die Zitate eingebaut? Viele Studierende schaffen es tatsächlich, bis zur Bachelorarbeit tatsächlich nicht mit dem wissenschaftlichen Arbeiten in Verbindung zu kommen. Natürlich ist eine solche Arbeit dann angsteinflößend.

Es kann helfen, das wissenschaftliche Schreiben und Arbeiten einfach zu betrachten wie eine Fremdsprache: Es braucht Zeit, seinen eigenen Sprachstil und seine eigene Stimme zu finden und sich sicher in der Fachsprache zu bewegen (Wolfsberger:2016, 119). Zu wissen, was von einem erwartet wird, kann jedoch schon viel Druck von einem Studierenden nehmen und es leichter machen, einfach mit dem Schreiben anzufangen.

Gute Vorarbeit lässt das Schreiben leichter von der Hand gehen

Will man eine wissenschaftliche Arbeit schreiben, so muss man sich klar machen, worüber man schreiben will (Kruse:2017, 131). Das heißt, eine gute Vorarbeit ist unabdingbar, um nicht irgendwann in einer Schreibblockade festzustecken. Das bedeutet, sich auf eine exakte Fragestellung festzulegen, vom Bachelorarbeitsbetreuer erstes Feedback einzuholen, sich zu überlegen, wie man die benötigten Daten oder Interviews erheben möchte und eine Literaturrecherche zum Thema durchzuführen.

Generell sollte man für die Vorbereitung und die Strukturierung der Arbeit jeweils rund 20 % der Gesamtarbeitszeit einplanen (Karmasin:2014, 34). Das zeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist. Und wer schon einmal weiß, welche Aspekte des Themas er beleuchten möchte, der tut sich auch viel leichter, diese in Worte zu fassen.

Ein roter Faden macht das Schreiben einfacher

Ein Exposé ist eine große Hilfe dabei, einen roten Faden für die eigene Bachelorarbeit zu entwickeln. Es gibt Auskunft über die Fragestellung, die Relevanz des Themas, die Vorgehensweise und skizziert erwartete Ergebnisse (Prexl, 2017:93). Somit ist das Exposé eine erste Vorstufe zur Gliederung, die bei einer Bachelorarbeit drei bis vier Gliederungsebenen umfassen sollte (Burchert/Sohr 2008:83).

Eine Untergliederung des Themas in Kapitel und Unterkapitel hilft beim Schreiben, da man sich wie an einer Leiter daran entlang hangeln kann (vgl. die Hinweise der Universität Gießen). Im Exposé lässt sich zudem immer wieder nachschauen, ob der rote Faden der Arbeit noch eingehalten wurde und ob sich die Arbeit immer noch auf das erwartete Ergebnis zubewegt. Diese beiden Dokumente dienen dem Studierenden also als Schreibrahmen und machen es so viel leichter, sich nicht zu verzetteln.

Einfach den Anfang machen

Gerade weil die wissenschaftliche Wortwahl eben nicht die einfachste ist und man manchmal noch gar nicht weiß, wie man bestimmte Teile der Bachelorarbeit umsetzen soll, sollte man einfach erst mal den Anfang mit dem Schreiben machen, ohne viel darüber nachzudenken. Texte können immer im Nachhinein bearbeitet und verbessert werden (vgl. die Tipps der Universität Mannheim).

Wer außerdem eine gute Gliederung und ein schönes Exposé vorbereitet hat, der kann ruhig einfach mit dem Schreiben des Teils der Bachelorarbeit beginnen, der ihm am leichtesten fällt, also zum Beispiel einen Unterpunkt, für den man schon sämtliche zitierfähige Literatur gelesen hat oder den Methodenteil. Zudem wird oft empfohlen, nicht mit der Einleitung, sondern direkt mit dem Hauptteil anzufangen Die Einleitung und der Schluss bzw. das Fazit werden dann am Ende geschrieben, wenn man schon weiß, was genau das Ergebnis des Hauptteils ist. So oder so, am wichtigsten ist es, überhaupt etwas zu schreiben und einfach loszulegen.

Schreibzeiten für die Bachelorarbeit festlegen

Eine Bachelorarbeit zu schreiben erfordert auch ein gewisses Maß an Disziplin. Wenn man sich die acht Wochen Arbeitszeit komplett frei einteilen kann, neigt man dazu, zu prokrastinieren. Hier hilft ein Arbeitsplan, in dem ganz klare Schreibzeiten sowie Pausenzeiten und andere Aktivitäten wie Sport vermerkt sind (Wolfsberger, 2016:66). Die Schreibzeiten sollten dann jedoch auch eingehalten werden. Das heißt: Handy aus, Facebook aus und keine Ablenkungen durch Freunde. Danach kann man sich durch eine Treffen mit Freunden oder mit einem Sportkurs belohnen. Die Abwechslung aus Freizeit und Arbeit macht es leichter, das Schreiben durchzuhalten.

Diese Tipps alleine machen natürlich noch keine gute Bachelorarbeit, sie können aber helfen, erst einmal einen Anfang zum Schreiben zu finden. Und wer doch einmal unter einer Schreibblockade leitet, sollte lieber früher als später seinen Betreuer aufsuchen und mit ihm über das Thema sprechen – denn der kann am ehesten noch einen Schubs in die richtige Richtung geben und damit verhindern, dass am Ende die Zeit knapp wird.

Literatur

Burchert, Heiko/ Sohr, Sven (2008): Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens, 2. Auflage München.

Karmasin, Matthias/ Ribing, Rainer (2017): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 9. Auflage Wien.

Kruse, Otto (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt – Ohne Schreibblockaden durchs Studium, 12. Auflag, Frankfurt.

Prexl, Lydia (2017): Mit der Literaturübersicht die Bachelorarbeit meistern, München

Wolfsberger, Judith (2016): Frei geschrieben, 4. Auflage München

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